# IVZERA Connect Security

Stand: Version 0.1.14, 1. August 2026

## Kurzantwort

IVZERA Connect verschlüsselt Fernsitzungen sowohl über den Internet-Relay als
auch im direkten LAN. Der Relay-Broker transportiert nur verschlüsselte
Sitzungsdaten. Direkte LAN-Verbindungen sind an die dauerhafte
Geräteidentität des Ziel-PCs gebunden.

IVZERA Connect wurde noch nicht durch ein unabhängiges Sicherheitsunternehmen
auditiert. Deshalb darf die Aussage "Ende-zu-Ende verschlüsselt" nicht mit einer
externen Zertifizierung verwechselt werden.

## Internet- und Relay-Verbindungen

- Schlüsselaustausch: Ephemeral ECDH auf NIST P-256.
- Schlüsselableitung: SHA-256 mit Protokoll-, Sitzungs- und Gerätebindung.
- Nutzdaten: AES-256-GCM mit zufälligem 96-Bit-Nonce und 128-Bit-
  Authentifizierungstag.
- Authentifizierte Zusatzdaten binden jedes Paket an Sitzung, Absender und
  Empfänger.
- Die dauerhafte ECDSA-P-256-Identität des Hosts signiert den E2E-Handshake.
- Trust-on-first-use speichert den Fingerprint. Eine spätere Änderung wird vor
  dem Login blockiert.
- Ein begrenzter Nonce-Speicher blockiert die Wiederholung bereits empfangener
  verschlüsselter Pakete.

Nach dem E2E-Handshake werden Bildschirm, Eingaben, Passwort, Zwischenablage,
Audio und Dateien nur im verschlüsselten Kanal übertragen. Der Broker kann
Verbindungsmetadaten wie Gerätekennungen, Zeitpunkt und Paketgröße sehen, aber
nicht den Klartext der Sitzung.

## Direkte LAN-Verbindungen

- Transport: TLS 1.2 oder TLS 1.3.
- Der Host erzeugt bei jedem Start ein kurzlebiges Zertifikat, dessen
  öffentlicher Schlüssel aus der dauerhaften ECDSA-Geräteidentität stammt.
- Der Viewer prüft Gültigkeitszeitraum, Schlüsseltyp und Fingerprint vor dem
  Senden von Passwort oder Sitzungscode.
- Beim ersten Kontakt muss der Fingerprint bestätigt werden. Eine spätere
  Identitätsänderung wird blockiert.

## Zugangsdaten und Updates

- Unbeaufsichtigte Passwörter werden nicht im Klartext gespeichert.
- Passwortableitung: PBKDF2-HMAC-SHA-256, zufälliges 128-Bit-Salt und mindestens
  210.000 Iterationen.
- Vergleiche erfolgen in konstanter Zeit.
- Fehlversuche werden zeitlich begrenzt und vorübergehend gesperrt.
- Auf Windows gespeicherte Viewer-Passwörter werden mit DPAPI für den aktuellen
  Benutzer geschützt.
- Updatepakete werden vor der Installation mit SHA-256 und ECDSA-Signatur
  geprüft.

## Sicherheitsgrenzen

- Der jeweils bediente Host und Viewer sehen die übertragenen Inhalte
  naturgemäß im Klartext.
- Schadsoftware oder ein kompromittiertes Administratorkonto auf einem
  Endgerät kann die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgehen.
- Beim ersten TOFU-Kontakt sollte der Fingerprint für höchste Sicherheit über
  einen zweiten Kommunikationsweg verglichen werden.
- Verbindungsmetadaten werden nicht vor dem Broker verborgen.
- Öffentliche Freigaben, Firewall, Betriebssystemupdates, sichere Passwörter und
  der Schutz der Broker- und Admin-Schlüssel bleiben betriebliche Pflichten.

## Meldung einer Schwachstelle

Sicherheitsmeldungen sollen vertraulich an `security@ivzera.at` gesendet
werden. Bitte keine Zugangsdaten, Passwörter oder produktiven Broker-Schlüssel
in öffentliche Tickets schreiben.
